Deutschland im Finale

Halbfinale U18 männlich

Deutschland – Schweiz

Der Rasen ist wieder trocken und der Weltmeister will Österreich ins Finale folgen. Genauso allerdings der Titelverteidiger.

Versuchen wird es Deutschland heute in grün-weiß mit Christos Michalakis (TK Hannover) und Leon Schmelter (TSV Hagen) am Schlag und Paul Barklage (Ahlhorner SV), Ole Brune (TK Hannover) und Jaro Jungclaussen (TV Vaihingen/Enz) in der Abwehr.

Sich dagegen stemmen werden für die Schweiz ganz in Rot Jakob Heitz (TB Elgg) und Yanick Landolt (TV Rüti) im Angriff und Joél Fehr (FB Elgg), Noah Kellenberger (STV Walzenhausen) und Mirco Blaser (STV Affeltrangen) in der Defensive.

Selbe Ausgangssituation wie bei den Mädels: Der Sieger folgt Österreich ins Finale und der Verlierer gewinnt dafür die Bronzemedaille.

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1.Satz:

Deutschland startet sehr konzentriert aus einer bislang sehr kompakten Abwehr heraus. Die Schweiz tut sich noch etwas schwerer, traut sich aber bislang kaum Risiko zu gehen, Zwischenstand 4:2 für Deutschland. So langsam schleichen sich ein paar Unkonzentriertheiten ein, wohingegen die Schweiz stabiler wird: 6:5 für Deutschland. Ein kleiner Lauf für die Schweiz mit teils sehr schönen Angriffen, demzufolge auch die Auszeit von Deutschland bei 6:8. Man kann deutlich sehen, dass die Schweizer nicht vorhaben, sich wie gestern 3:0 abfertigen zu lassen. Ein langer Ballwechsel mit spektakulären Abwehraktionen und Angriffen endet zugunsten Deutschlands mit dem 8:8. Jetzt widerum zwei Punkte am Stück für die Schweiz: 10:9 und damit Satzball für die Roten. Yanick Landolt verwertet einen sehr schwer zu schlagenden Ball zum 11:9 und 1:0 für die Eidgenossen.

2.Satz:

Beide Mannschaften gehen unverändert in den nächsten Durchgang und den ersten Punkt schnappen sich direkt wieder die Schweizer. Deutschland jetzt wieder konzentrierter und zunächst mit 3:1-Führung. Leichte Fehler auf Seiten der Eidgenossen sorgen für einen Zwischenspurt der Deutschen auf 6:3. Für Yanick Landolt kommt Dominik Rhyn (FB Neuendorf), der sich auch direkt die Angabe nimmt. Der neue Schläger bringt wieder etwas Schwung in das Angriffsspiel der Roten und verkürzt auf 5:6. Nach dem Ausgleich von Jakob Heitz nutzt Bundestrainer Roland Schubert seine einzigen Möglichkeiten einzugreifen und nimmt Auszeit für Deutschland und wechselt im Angriff: Hauptangreifer Cedric Trinemeier (TV Käfertal) kommt für Christos MichalakisUnd der begrüßt die Schweizer direkt mit einem Ass. Die Schweiz dreht wieder auf: 8:7. Dann der zweite Wechsel im Angriff der Deutschen und jetzt haben wir wieder den Stammangriff auf dem Feld: Rouven Kadgien (VfL Kellinghusen) ersetzt Leon Schmelter. So langsam kommt auch das Publikum in Finalstimmung und wird zunehmend lauter. Auf dem Feld danken ihnen dafür momentan aber nur die Schweizer, die bei 10:8 Satzbälle haben. Den zweiten davon nutzen sie dann auch zur 2:0 Satzführung.

3.Satz:

Deutschland wechselt in der Abwehr: Für Jaro Jungclaussen kommt Christian Weber (Leichlinger TV). Deutschland wie gewohnt zu Beginn des Satzes mit erhöhter Drehzahl. Cedric Trinemeier kann öfter punkten und die Grünen führen mit 3:2. Es ist ein Duell absolut auf Augenhöhe und jeder Punkt könnte wortwörtlich Gold wert sein: 5:4 Deutschland. Yanick Landolt kommt bei den Schweizern zurück aufs Feld, jedoch für Jakob Heitz, da dieser schon einige Bälle von Trinemeier kassiert hat. Der ist allerdings völlig unbeeindruckt, wer da jetzt rechts vorne steht und schießt ihn dann eben Landolt um die Ohren. Die Roten kommen derzeit nicht von der Angabe weg, da die deutsche Abwehr sehr gut steht und der Angriff quasi keine zweite Chance benötigt. Dementsprechend jetzt eine deutlichere Führung für Deutschland bei 8:4 und die Auszeit der Schweiz. Die Schweiz wird wieder stärler im Angriff und Deutschland tut sich schwerer beim Zuspiel: 9:7 für Deutschland. Ein sehr langer, hart umkämpfter Ballwechsel beschert Deutschland 3 Satzbälle: 10:7. Im zweiten Anlauf nutzt diesen dann Rouven Kadgien und bringt Deutschland wieder ins Spiel: 2:1 nach Sätzen für die Schweiz.

4.Satz:

Dominik Rhyn und Cedric Trinemeier schenken sich hier gar nichts, beide punkten fast nach Belieben: 3:3. Man merkt jetzt zunehmende Nervosität bei den Eidgenossen. Erst der Leinenfehler, dann noch Übertritt bei der Sprungangabe von Rhyn -> 6:3 Deutschland. Und jetzt kommt die Auszeit der Roten. Im Moment sieht es doch eher nach Finalteilnahme für Deutschland aus: Deutschland macht das Spiel, die Schweizer halten zwar ganz gut dagegen, aber mehr auch nicht: 8:4 Deutschland. Die Schweizer bäumen sich noch einmal auf und ziehen sich wieder heran, nur noch 9:7 für Grün. Die Risikoangabe von Dominik Rhyn geht unter der Leine durch und damit sind wir im 5. Satz. Ein sehr ausgeglichenes Spiel gönnt den Zuschauern einen weiteren Durchgang und vertagt die Entscheidung in den ersten Tie-Break dieser Europameisterschaft.

5.Satz:

Mit unveränderten Aufstellungen kommen die Teams aus der kurzen Pause vor dem Entscheidungssatz. Beide Teams sind wieder in Höchstform. 3:2 für die Schweiz. Jetzt ist das Glück gerade eher bei den Deutschen: Zwei Bälle hintereinander gehen hauchzart ins Aus von Dominik Rhyn. Zwei stramme Angriffe von Cedric Trinemeier wird bei 6:4 für Deutschland Seite gewechselt. Deutschland kann sich nicht absetzen und die Schweiz holt nicht wirklich auf, nach wie vor 2 Bälle Vorsprung für Deutschland bei 8:6. Nach einer Angabe ins Aus von Dominik Rhyn und dem daraus resultierenden 9:6 für Deutschland nimmt Nationaltrainer Fabio Kunz quasi im letzten Moment die Auszeit um ein paar letzte Ideen an die Mannschaft weiterzugeben. Außerdem wechselt er wieder Jakob Heitz für Yanick Landolt ein. Spannender könnte es kaum sein, die Schweiz zieht sich heran auf 8:9. Aber ein verunglücktes Zuspiel bringt Deutschland Matchbälle: 10:8. Den ersten kann Rhyn noch selbst abwehren mit einer kurzen Angabe und den zweiten erledigt Deutschland selbst mit einem Angriff in die Leine -> 10:10. Nach einem Ausball von Jakob Heitz hat Deutschland erneut Matchball den Cedric Trinemeier dann seinerseits ins Aus schlägt -> 11:11. Dann der Punkt von Jakob Heitz über Rouven Kadgien und damit erstmals Matchball für die Schweiz und Auszeit von Deutschland bei 12:11. Dann wieder der Gegenpunkt von Trinemeier in einem absoluten Herzschlagfinale. Darauf wieder eine Fehlangabe von Dominik Rhyn und wieder der matchball für den Weltmeister: 13:12. Den allerdings schlägt dann Rouven Kadgien ins Aus. Jetzt wird der Schweizer Schlag hektisch und verfehlt den aufsteigenden Ball. Damit 14:13 und zwei Matchbälle für Deutschland. Den ersten wehrt Jakob Heitz ab und damit entscheidet der absolut letzte Punkt. Keine einfache Situation für den Mann an der Angabe: Cedric Trinemeier. Im dritten Anlauf versenkt Trinemeier den Ball und schießt Deutschland ins Finale.

Es war ein Halbfinale wie es spannender nicht geht mit einem am Ende zwar verdienten Sieger aber nicht mit einem verdienten Verlierer bzw. Gewinner der Bronzemedaille. Damit sehen wir später das ewige Duell Deutschland – Österreich im Finale.

Wahnsinns Halbfinale!!!!

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